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aus Berlin
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Landgräfin Wilhelmine von Hessen-Kassel, Prinzessin von Preußen (1726-1808)
Das erste Gemälde (Öl auf Pappe), das in den Monaten Juli und August des Jahres 1997 entstand, zeigt die Prinzessin auf einem Sofa sitzend.
Hinter ihr hängt ein blau-grüner Vorhang herab. Ein schmiedeeisernes Rokokogitter grenzt sie von der hinter ihr liegenden Parklandschaft ab. Außer ihrem krapplackfarbenem Kostüm, das mit sehr viel Spitze versehen ist, und den drei Perlen im Haar verrät nichts ihren hohen gesellschaftlichen Rang. Auf den Hermelin zum Zeichen ihrer fürstlichen Würde wurde verzichtet und genauso auf die Reiherfeder als Zeichen ihres Adels. Das Gemälde ist 101 x 70 cm groß. Das Gesicht der Prinzessin und ihre Frisur sind eine Kopie eines Gemäldes des 1748 zum Hofmaler berufenen Charles Amedée Philippe Van Loo (1719-1795), der die Prinzessin im Jahre 1767 darstellte. Ist den Pesne’schen Gesichtern ein gewisser stereotyper Ausdruck zu eigen, so trifft
dies in einem noch verstärkteren Maße auf Van Loo zu. Eine durchgreifende Psychologisierung war für diese Art von Porträts nicht gefragt. Um so wichtiger war die detailgetreue Widergabe der prächtigen Staatsgewänder, der edlen Schmuckstücke und all der kunstvollen Möbelstücke und kostbaren Accessoires, die stillebenhaft die Bilder füllen. Ein zweites Gemälde (Öl auf Leinwand) entstand im Januar und Februar 1999. Das Gesicht dieses Gemäldes ist ebenfalls eine Kopie nach dem gleichen Gemälde von 1767 des Malers Van Loo. Das Bild ist hier sehr dunkel. Die Prinzessin steht in einer Parklandschaft mit Springbrunnen und steinernen Vasen. Sie trägt diesmal ein blaues Samtkostüm mit silbernen Tressen, die denen des Militärs dieser Zeit gleichen. Außerdem wurde die Perücke üppiger dekoriert. Die Zweite Fassung des Bildes ist genau so groß wie die erste.
Wilhelmine von Hessen-Kassel oder vom einen Gefängnis in das nächste...
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